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Meine Grundhaltung

Glauben und denken

Wissenschaft und Glaube

Für viele Menschen sind das unvereinbare Gegensätze - wie mir scheint heute nicht zuletzt auch für viele Journalisten, junge Leute und Meinungsmacher. Für mich ist es gerade umgekehrt: Beides gehört zusammen. Das Eine ist geradezu auf das Andere angewiesen. Die Wissenschaft wird sonst gerne zu einem Ersatz für den Glauben und umgekehrt läuft der Glaube ohne das Denken Gefahr zu einer Doktrin zu pervertieren.

Theologie als Wissenschaft

Auch Theologie und Glaube sollten nicht verwechselt werden. Theologie ist eine Wissenschaft, geisteswissenschaftlicher Richtung. Für mich ist es vorab historisch-kritische Wissenschaft, die sich um das Verständnis der Bibel und ihres Umfelds bemüht. Sie ist damit schon im Ansatz reformatorische Theologie, im Wesentlichen geschichtliche und sprachliche Wissenschaft, Religionswissenschaft, auch Wissenschaft der Kommunikation, wo es um das Verständlichmachen der Botschaft geht (Hermeneutik, Homiletik). Dazu geht es auch um philosophisches Denken in der Systematik (Dogmatik und Ethik) und im Gespräch mit allen andern Wissenschaften. Es geht um Pädagogik und Sozialisation (Religionspädagogik), um die Kunst der Führung und Organisationsentwicklung, um Seelsorge und Beratung und in dem allem natürlich auch um alle Arten von Psychologie. Insgesamt also ein sehr komplexes und hochinteressantes Studien- und Arbeitsgebiet.

Was ist Glaube?

Einfach gesagt, heisst glauben im christlichen Sinn für mich: Jesus nachfolgen.

Was das genau heisst, darüber kann man reden, das kann man aber auch mehr oder weniger klar und nachvollziehbar sagen.

Um Jesus und seine Botschaft - d.h. auch die Botschaft der Bibel - adäquat verstehen zu können, dazu brauche ich die ganze Bibel - auch "seine Bibel", das sog. Alte Testament - und die ganze biblisch-theologische Wissenschaft. Wer meint, es gehe ohne das, der nimmt sehr wahrscheinlich irgendeine Verkürzung der Botschaft in Kauf oder "glaubt" an irgend eine Doktrin.

 


Herzlich willkommen

auf der Website von "theologielabor"! Ich hoffe, dass Ihnen die Website gefällt und Sie hier eine Menge nützlicher Informationen finden. Die Website dient der Publikation und Diskussion theologischer Inhalte. Ich freue mich darauf, mit Ihnen zusammen unser Wissen und unsere Erfahrungen zu teilen. Auch Ihre fachtheologischen Beiträge, Exegesen, Predigten, Anregungen aus der Praxis, Diskussionsbeiträge und Meinungen sind erwünscht.

Redaktion: Pfr. Martin Hess


NICHT DIE KIRCHE IST GOTTES WELT - ES IST UMGEKEHRT:

DIE WELT IST GOTTES KIRCHE

Pfr. Ernst Sieber


Das All, die Theologie und der Glaube

Theologie und Glaube sind nicht ein Sonderbereich, sondern sie haben mit dem Leben, mit der Welt und mit allem zu tun, also auch mit der Kosmologie und ihrer Bewertung.

Dass man aber nur an die Schöpfungs- geschichte der Bibel oder an die Ergeb- nisse der wissenschaftlichen Kosmologie "glauben" könne, stimmt so nicht.


GLAUBEN HEISST DURCH DEN HORIZONT SEHEN.

Afrikanisches Sprichwort

Glauben heisst auch: In einer lebendigen Beziehung stehen mit dem, was Jesus das "Königtum" oder das "Reich Gottes" genannt hat.

 

Das Gebet

Das Gebet ist die Muttersprache des Glaubens. Im Gebet bringen wir uns selber und unsere Welt mit all ihren Freuden, Sorgen und Nöten vor Gott zur Sprache und hören auf ihn im Sinne Jesu. Es ist sozusagen eine Live-Verbindung von unserer Welt zu seinem Reich und zur Königsherrschaft Gottes.

 

 


Das weltbekannte "Reich-Gottes-Gebet", das Jesus uns hinterlassen hat, ist das Unser-Vater.

 Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.