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Zum Beispiel Weihnachten im Faktencheck

Veröffentlicht am 04.05.2017

Die „Gläubigen“, die meinen, sie müssten an alle Aussagen der Bibel so glauben, wie es buchstäblich dasteht und dass die wissenschaftliche Theologie nichts anderes wolle, als nur diesen, ihren „Glauben“ zu zerstören, die täuschen sich. Sie haben selber auch nicht „keine Theologie“, sondern nur eine sehr einfache, sehr spezielle, die in der Geschichte der Theologie schon auch ihren Ort hat – etwa vom ersten bis zum 17. Jahrhundert, die aber im Ernst heute keinem vernünftigen Menschen mehr zu vermitteln ist. Über die Zeugung durch den Heiligen Geist zum Beispiel und eine „jungfräuliche Geburt“ werden schon Drittklässler vor Mitleid mit einer Katechetin, die an „so etwas“ glaubt, höchstens noch lächeln – mit Recht! Glauben heisst nicht irgendwelche unbeweisbaren Dinge für wahr zu halten, sondern glauben als Tätigkeitswort heisst, Jesus Christus nachzufolgen und auf seine Botschaft zu hören. Dazu muss ich aber diese Botschaft der Bibel zuerst überhaupt verstehen. Und dazu bin ich froh, die Bibel ein Leben lang wissenschaftlich erforscht zu haben und um alles, was ich in diesem Umfeld weiss und meine, verstanden zu haben. Seine Botschaft ist nämlich gar nicht so irrational, sondern höchst wichtig auch für uns und unsere Zeit.

Christoph Bopp danke ich für seine adäquate Darstellung der historischen Befunde um die Geburt Jesu herum. Man könnte sie da und dort noch ergänzen oder differenzieren. Besonders gut finde ich, dass er die Befunde positiv dargestellt hat, ohne der Versuchung zu erliegen, aus den Widersprüchen historisch unzulässige Schlüsse zu ziehen, wie es die Verächter des Glaubens häufig tun und sagen, es sind historisch gewisse Widersprüche, also ist sowieso alles erfunden. Und auf das, was Pfarrer Werner Laubi zur Gottessohnschaft als Berufung oder Adoption gesagt hat, würden die „Gläubigen“ auch gescheiter hören, als es verächtlich zu machen, wenn sie die Schrift schon ganz ernst nehmen wollen.